Archiv für die Kategorie ‘Rechtschreibung’

Verblödung schreitet fort…

Donnerstag, 19. August 2010

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Mal ganz ehrlich: Wenn man sich darüber aufregen will, wie schlecht heutzutage geschrieben und gesprochen wird, dann braucht es keine 3 Sekunden bei Google oder Youtube, und man hat seinen ersten Kandidaten. Wenn man hingegen bei der Tagesschau Sprecher werden will, muß noch alles von der alten Schule passen: Perfektes Hochdeutsch mit korrekter Grammatik und einwandfreiem Duden-Vokabular ist Pflicht. Denkste! Gerade wieder (und leider nicht zum ersten Mal) dort gehört: Das sich zunehmender Beliebtheit erfreuende „zumindestens“.

Bei diesem Wort muß ich echt brechen. Da merkt man richtig, wie der Sprecher/Schreiber absolut keine Ahnung mehr hat, was einzelne Wörter eigentlich bedeuteten, die er da von sich gibt. Vor allem spricht hier in Hessen quasi JEDER so. Aber Hessen ist ja auch nicht Niedersachsen oder Schleswig-Holstein oder die Tagesschau

Weitere Klassiker sind „Gelantine“, „optimalste“ und „einzigste“ oder einfach jegliche Aussprache von Fremdwörtern wie „Zucchini“ oder „Gnocchi“ (sehr beliebt: „Gnotschi“ oder (immerhin schonmal im Ansatz richtig) „Njotschi“). Aber für letztere hat Bastian Sick umfassendere Beispiele.

Wie wäre es denn einfach mal mit ein paar neuen tollen Wortschöpfungen aus Konkatenationen? Vielleicht „konsequentiell“ (Update: eher mäßiges Beispiel)? Oder das fehlende „zuhöchstens“?

Ja, man muß nicht alles auf die Goldwaage legen, richtig. Aber das eigentlich Schlimme daran ist, daß irgendwann der Duden sagt: „Okay, alle sagen und schreiben das so, jetzt ist es richtig!“ Das ist dann natürlich wieder ein gefundenes Fressen für diejenigen, die eben Orthographie und Grammatik in der Grundschule nicht ausreichend verinnerlicht haben: „Die Sprache formt sich halt mit der Zeit, war schon immer so!“

Gut, kann sein. Muß es aber nicht. Ansonsten sollte man das bei Mathe mal genauso machen. Dann löst sich das Problem vielleicht von selbst.

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Ganz lecker?

Montag, 05. Januar 2009

Ein hervorragendes Fundstück von Gianni gibt’s direkt aus dem Marktkauf in Mölln:

Eine ganze Gans für ganze 19,99 Euro!

Wirklich erschreckend ist dazu dann aber das. 8O

Apropos Apostroph…

Samstag, 09. Februar 2008

Im Zwiebelfisch veröffentlicht Bastian Sick ca. dreimal im Monat die eine oder andere Anekdote über die Entwicklung unserer deutschen Sprache. Dabei spielt der Apostroph eine nicht unerhebliche Rolle, wie unter anderem die Existenz von zB. dieser Webseite beweist. In der kleinen Postfiliale hier im Dorf, in dem meine Mutter lebt, konnte ich heute ein hervorragendes Beispiel für das Schwänzen von Deutschunterricht in der Grundschule festhalten:

Post

Da wird einem warm ums Herz… :mrgreen: