Archiv für die Kategorie ‘Linux’

Command Line Fu

Donnerstag, 01. März 2012

xkcd: Command Line Fu

Wer commandlinefu.com immer noch nicht kennt, sollte unbedingt mal einen Blick auf die Seite werfen. Dort finden sich unzählige Commands und Scripts, die einem das Leben in der Kommandozeile erleichtern.

Beispielsweise extrem praktisch, wenn man mal wieder vergessen hat, die gerade frisch editierte Datei mit den richtigen Berechtigungen zu öffnen, ist dieser vim-Command (einer meiner Favoriten):

Oder falls mal wieder versehentlich STDOUT mit Binärdaten zugepflastert wurde, ist ein einfaches

in der Bash sehr hilfreich.

URLs: [1,2]

Lenny zum Valentinstag?

Montag, 02. Februar 2009

DebianLaut Debian Mailing List ist nun für die ursprünglich schon im September 2008 erwartete Version 5.0 der Linux-Distribution der 14. Februar als Release-Termin angepeilt:

The weekend of February 14th is going to be our tentative target for release. We’ve checked with all the involved teams (which are many!), and the date works for all of them.

Drücken wir mal die Daumen! :cool:

Quelle: Golem.de

RAID5-Rekonstruktion bei zwei kaputten Platten

Mittwoch, 09. April 2008

In vielen Systemen, in denen mehr als zwei Festplatten durch einen RAID-Verbund zusammengeschlossen sind, kommt RAID5 zum Einsatz: Dieser profitiert von einer deutlich gesteigerten Lesegeschwindigkeit bei einer nutzbaren Kapazität von (n-1)*s mit n = Anzahl der Festplatten, s = Größe der kleinsten Platte. Durch die verteilte Speicherung von Paritätsinformationen wird Datensicherheit bei Ausfall einer Festplatte gewährleistet. Dabei wird im Fehlerfall nach Aktivierung einer Spare-Disk oder Austausch der fehlerhaften Platte der RAID-Verbund rekonstruiert. Sind allerdings zur selben Zeit zwei Platten defekt, so ist in der Regel der Verbund nicht rekonstruierbar und alle Daten sind verloren.

Mit Linux und etwas Glück konnte ich gerade einen RAID5 rekonstruieren, in dem zwar zeitversetzt, aber quasi doch gleichzeitig, zwei Platten ausfielen:

Durch einen Softwarefehler wurde eine der sieben Platten im RAID5-Verbund vollständig überschrieben, welcher deshalb also neu erstellt werden mußte (restripe). Noch während der Restripe-Phase fiel dann eine zweite Platte aus, diesmal mit physikalischem Defekt. Der RAID-Verbund wurde daraufhin deaktiviert und ließ sich auch unter Zwang nicht mehr aktivieren. Da glücklicherweise „nur“ fehlerhafte Sektoren auf der Platte gefunden worden waren, also Lager, Motor und Steuerelektronik noch korrekt funktionierten, wurde sie fix zusammen mit einer etwas größeren, fehlerfreien in einen anderen PC gebaut und KNOPPIX gebootet.

Für das notwendige Backup der Rohdaten sah ich nach etwas Recherche aus geschwindigkeitstechnischen Gründen vom guten alten dd ab und kompilierte mir schnell das vom TestDisk-Autor empfohlene ddrescue, was unter KNOPPIX 5.2 auch ohne Probleme funktionierte.

Mit einem

ddrescue -v -r 1 /dev/hdb /dev/hda ddrescued.log

wurde dann der Backupvorgang gestartet, der drei (gefühlt: 47) Stunden später schließlich auch 5 MB an fehlerhaften Daten erwähnte, die nicht gesichert werden konnten. Nach abschließendem Wiedereinbau der neuen Platte in den RAID-Rechner bootete dieser einwandfrei, versuchte dann erneut ein Restriping und schloß selbiges erfolgreich ab. Alle Daten (bis auf 5 MB) sind nun wieder lesbar.

*puh*

KNOPPIX 5.3.1 zum Download freigegeben

Freitag, 28. März 2008

Nicht einmal eine Woche nach geplantem Release (laut Herrn Knopper) ist die neue KNOPPIX-Version nun auf den Mirrors verfügbar.

Nachdem der komplette 5.2er-Zweig 2007 übersprungen wurde (die DVD gab es ausschließlich auf der CeBIT und in der c’t), sind seit Veröffentlichung der letzten, als Download verfügbaren Version 5.1.1 nun fast 15 Monate vergangen.

Quelle: aptgetupdate.de

Valve behebt Athlon-Bugs beim Linux Dedicated Server für TF2

Samstag, 15. März 2008

Still und leise wurde vorgestern ein Update für Team Fortress 2 veröffentlicht, das viele Administratoren, die noch einen Athlon XP als Server-CPU einsetzen, erfreuen dürfte:

Fixed Linux dedicated server map load problems on certain Athlon processors

Nach einem ersten Test kann ich bestätigen, was vorher nicht ohne die bekannten bad bone weights machbar war: Der Server läuft. :D

Wurde auch Zeit.

Übrigens ist die Orange Box dieses Wochenende ausnahmsweise für knappe 40 statt wie sonst 50 US-Dollar über Steam zu erwerben, was ca. 25,50 Euro entspricht.

grml 1.1 – Das Linux für Admins

Dienstag, 26. Februar 2008

Heute ist die neue Version – Codename Skunk – von grml erschienen, einer Linux-Distribution, die speziell auf die Bedürfnisse von System-Administratoren und deren täglich Leid abgestimmt ist. Zur Aufmunterung in trüben Zeiten voller Bluescreens, Festplatten-Crashs und CPU-Explosionen stehen Tools wie gparted, testdisk, chntpw, ophcrack, natürlich nmap, wireshark, und für den Shell-Drückeberger sogar ein X-Server mit verschiedenen leichtgewichtigen Window-Managern zur Verfügung.

grml Bootsplashgrml Bootgrml Bootgrml Toolsgrml Openboxgrml Openbox

Die abgespeckte Variante wurde übrigens Pfuh getauft und für x64-Systeme wurde Schwammerlklauber als Codename geschaffen… :shock:

Quelle: Golem / Heise

HPN-SSH: Multi-Threaded SSH

Mittwoch, 13. Februar 2008

Auf Slashdot ist heute über ein Paper zu lesen, das von Chris Rapier vom Pittsburgh Supercomputing Center veröffentlicht wurde und sich mit Performance-Gewinn beim SSH-Protokoll beschäftigt.

Der Autor setzt dabei eine vom Kernel gesteuerte dynamische Regelung der TCP Window Size sowie Multi-Threading bei der Ver- und Entschlüsselung des Datenstroms ein, um zB. Systeme mit Multi-Core-CPU voll auszulasten. Außerdem läßt sich für Benutzer, die nur eine sichere Authentifizierung benötigen, im Anschluß an selbige der Cipher-Mode NONE einstellen (also Verschlüsselung gänzlich abschalten), was der Übertragungsgeschwindigkeit noch einmal einen gehörigen Schub gibt.

hpn-ssh
This figure shows throughput along a 1Gb/s transatlantic path with a 114ms RTT using HPN-SSH and SSH using the default AES cipher. Additionally, throughput of HPN-SSH using the NONE cipher along the same path is shown.

Eine ausführliche Beschreibung von HPN-SSH und Patches für die aktuelle OpenSSH-Version sind hier zu finden.

Perl und Nmap feiern Geburtstag

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Gestern hatte nicht nur Gianni Geburtstag, auch Perl wurde runde 20 Jahre alt und präsentierte sich der Öffentlichkeit in Version 5.10. Nmap kann seit einer knappen Woche immerhin schon auf 10 Jahre zurückblicken und feierte ebenfalls mit dem Release von Version 4.50. Abschließend zwar ohne Jubiläum, aber dafür mit gestopften Sicherheitslücken ist Wireshark nun in Version 0.99.7 verfügbar.

Neue c’t mit Diagnose-CD

Montag, 10. Dezember 2007

Die heute erschienene Ausgabe der c’t, die die neue Version der bootfähigen Diagnose-CD beinhaltet, lohnt sich nicht nur für Systemadministratoren: Neben Knoppix und Knoppicillin für Schadensbegrenzungen und Virensäuberungen aller Art sind auch zahlreiche Tools zB. für Festplatten- und Speichertests sowie ein PE-Builder zum Erstellen eines Notfall-Windows‘ enthalten.

c’t 26/2007c’t Diagnose-CD 8/07

Mit ein paar Kniffen lassen sich eine Vielzahl dieser Werkzeuge auch per USB-Stick oder aus dem LAN booten. Näheres dazu folgt bald, nun erstmal nix wie hin zum nächsten Kiosk!

Orange Box Source SDK kommt, Linux Dedicated Server weiterhin fehlerhaft

Sonntag, 28. Oktober 2007

Valve hat vorgestern angekündigt, daß der neue Source SDK für alle in der Orange Box enthaltenen Spiele kurz vor dem Release steht. Also, liebe Mod-Entwickler und Map-Designer: Bald könnt ihr zB. die doch recht wenigen Karten für TF2 um Eigenkreationen erweitern. :-D

Was leider auch mit dem letzten Steam-Update immer noch nicht gefixt wurde, ist das Fehlverhalten des Orange Box Dedicated Server für Linux: Auf einigen CPUs (wie zB. dem Athlon XP) stürzt der Server beim Start mit der mittlerweile vielfach in den Steam-Foren zu findenen Meldung bad bone weights ab. Laut Valve muß die CPU die FCMOV-Instruction unterstützen, was nunmal beim Athlon XP oder Pentium III nicht der Fall ist. Seltsam nur, daß unter Windows das Fehlen dieser CPU-Instruction kein Problem darzustellen scheint. Auch läuft der Linuxserver auf einem Athlon Opteron ebenfalls trotz fehlendem FCMOV ohne Probleme

Offensichtlich wirkliche Ursache: Miese Linuxprogrammierung.

Ein etwas unschöner Workaround: Grafische Oberfläche installieren (soweit noch nicht geschehen) und den Windows Dedicated Server mit Wine starten.