grepWin statt Windows-Suche

Eine grundlegende Funktion, die ein Betriebssystem wirklich beherrschen sollte, ist das Suchen von Dateien und Dateiinhalten. Microsoft selbst scheint nicht wirklich große Mühe zu investieren, in diesem Bereich Vollständigkeit und gute Handhabung zu gewährleisten. Bereits unter Windows XP konnte man Defizite beobachten, beispielsweise wurden bei der Suche nach Dateiinhalten nur diejenigen Dateien durchsucht, deren Typ dem Betriebssystem bzw. dem Explorer bekannt war; unbekannte Dateitypen wurden einfach gar nicht erst angeschaut… Schwachsinn pur.

Mit einem kleinen RegHack konnte man sich glücklicherweise behelfen und Windows XP auch unbekannte Dateitypen zur Durchsuchung einprügeln; gute Handhabung wurde damit aber nach wie vor nicht erreicht. Die Verwendung regulärer Ausdrücke zum Beispiel war und ist bisher nicht ohne PowerShell möglich, afaik.

Das Ganze ist für mich einer der Gründe, einem frisch installierten Windows mit als erstes cygwin einzupflanzen. Damit wird zumindest die Shell schonmal halbwegs brauchbar, ohne gleich die PowerShell nutzen/lernen zu müssen, die sowieso erst seit Windows 7 direkt mitgeliefert wird.

Nun bin ich vor kurzem auf das kleine und hervorragende freie Tool grepWin gestoßen, das die Windows-Suche stark aufbohrt und eigentlich alles (auch RegExp-Support! :mrgreen:) liefert, was gebraucht wird. Das Tool integriert sich als Explorer Context Menu Extension und arbeitet genau so, wie ich mir eine Suchfunktion von Haus aus wünsche.

Damit kann ich nun mit endlich gutem Gewissen den von Microsoft zur Unterstützung der Windows-Suche eingeführten Indizierungsdienst, der immer genau dann losrattert, wenn man’s gerade überhaupt nicht gebrauchen kann, weiter deaktiviert im Keller lassen.

Wer also eine wirklich mächtige Alternative zu aktuellen Bordmitteln für die Suche benötigt, dem kann ich grepWin sehr empfehlen. Ich nutze jedenfalls auf Windows-Systemen nichts anderes mehr (zumindest außerhalb der cygwin-bash).

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